Beziehungsstress

Länger anhaltender Beziehungsstress ist wie ein Wurm im Apfel. Nach außen hin sieht er wunderschön aus. Rotbackig, knackig und gesund. Doch beim lustvollen Reinbeißen zeigte sich die Wahrheit. Ein dicker fetter Wurm hatte sich breitgemacht und tiefe Höhlen in das so saftige Fruchtfleisch gegraben. Das einzige, was er in den Gängen hinterließ, waren seine unansehnlichen Spuren. Igitt! Lange Zeit hing dieser Apfel am Baum, wuchs, reifte heran und versprach eine gute Ernte. Doch am Ende blieb nicht viel übrig.

Dieses Bild spiegelt den Verlauf vieler Paarbeziehungen wieder. Eine befruchtende Beziehung, ein miteinander Reifen und Wachsen, in der es viele schöne Momente gibt. Und dann scheint ein Parasit sich einzunisten, der vielleicht gar nicht wahrgenommen oder lange Zeit ignoriert wird. Eines Tages muss man feststellen, dass die Beziehung scheinbar unrettbar verfahren ist. Es ist der Wurm drinnen und hat die Ressourcen und die schönen Dinge aufgefressen.

Für manche Paare ist es eine bittere Erkenntnis, zu merken, dass nichts mehr geht. Da sind so viele Verletzungen passiert und so viele Kränkungen nicht aufgearbeitet worden, dass unüberwindliche Gräben entstanden sind.

So wie der Plantagenbesitzer weiß, dass er den Wurm bekämpfen muss, bevor er sich in den Apfel einnistet, so ist es für jede Beziehung wichtig, kleine Störungen rechtzeitig zu erkennen und zu bearbeiten, bevor die Beziehung nachhaltig geschädigt wird. Trennungen ohne Vorwarnungen gibt es nicht. Die Probleme in der Beziehung werden oft viel zu spät oder gar nicht wahrgenommen.

Es gibt Signale, die darauf hinweisen, dass an der Beziehung gearbeitet werden sollte: Weiterlesen

Mein Bedürfnis – dein Bedürfnis

Viele Menschen haben das Bedürfnis nach einem Menschen, der sie bedingungslos liebt. Dabei kann das ganz schön schwer sein. Sabine und Heinz sind fünf Jahre verheiratet. Sie hatten sich während ihrer gemeinsamen Ausbildung kennen und lieben gelernt. Sabine war damals fasziniert, wie gut Heinz auf Menschen zugehen konnte. Er war warmherzig, hilfsbereit und freundlich. Wenn es darum ging, dass jemand Hilfe brauchte, war er ohne lange Diskussionen zur Stelle. Ihr fiel das nicht so leicht. Sie hatte früh gelernt, auf eigenen Beinen zu stehen und dachte, wenn es wirklich eng wird, kann ich mich nur auf mich selber verlassen.

Nach fünf Jahren Ehe fühlt sich Sabine in der Beziehung eingesperrt. Heinz liebt die Geselligkeit und will vieles mit ihr gemeinsam machen. Manchmal wird es ihr da zu eng. Sie braucht Zeiten für sich alleine und sie empfindet mittlerweile die Warmherzigkeit von Heinz als Umklammerung, die ihr oft die Luft nimmt. Wie konnte sie sich bloß in so einen Mann verlieben, der so ganz anders war als sie, denkt sie. Sie hat den Eindruck, dass Heinz sie gar nicht verstehen will.

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Wir lösen unsere Eheprobleme selbst. 15 Regeln für ein harmonisches Zusammenleben

Wir vermeiden Du-Botschaften und verwenden statt dessen Ich-Botschaften:

Ich bin zornig“ anstatt von „Du machst mich zornig“.

Du-Botschaften sind Anklagen und Vorwürfe. Sie verletzen und lenken von der Eigenverantwortung ab. Die Folgen sind Trotz oder Schuldgefühle beim Partner.

Ich-Botschaften sind subjektiv, da ich von mir spreche. Sie sind keine Anklage, regen zum Nachdenken an und vermitteln die Bereitschaft zur Zusammenarbeit

Bei Lösungen von Problemen muss ich bei mir anfangen und nicht beim Partner.

Wir überprüfen unsere Annahmen durch Rückfragen:

Eine Annahme ist es, wenn ich glaube zu wissen, was mein Partner denkt, fühlt, will, wünscht, usw. ohne ihn/sie zu fragen.

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Die „10 Gebote“ zur Beziehungspflege

  1. Gib von Dir aus so oft wie möglich Zeichen der Anerkennung, Wertschätzung und Ein Zuviel ist kaum möglich. (Liebe ist das einzige Gut, das mehr wird, wenn man es verschwendet.)
  2. Pflege Deine Initiative, sammle Ideen und gib Anregungen für Gemeinsamkeit, Unternehmungen und Zärtlichkeit. (Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.)
  3. Sorge dafür, dass Dein Erleben für den Partner transparent wird.

Dies betrifft Dein alltägliches Befinden, Weiterlesen