Wir lösen unsere Eheprobleme selbst. 15 Regeln für ein harmonisches Zusammenleben

Wir vermeiden Du-Botschaften und verwenden statt dessen Ich-Botschaften:

Ich bin zornig“ anstatt von „Du machst mich zornig“.

Du-Botschaften sind Anklagen und Vorwürfe. Sie verletzen und lenken von der Eigenverantwortung ab. Die Folgen sind Trotz oder Schuldgefühle beim Partner.

Ich-Botschaften sind subjektiv, da ich von mir spreche. Sie sind keine Anklage, regen zum Nachdenken an und vermitteln die Bereitschaft zur Zusammenarbeit

Bei Lösungen von Problemen muss ich bei mir anfangen und nicht beim Partner.

Wir überprüfen unsere Annahmen durch Rückfragen:

Eine Annahme ist es, wenn ich glaube zu wissen, was mein Partner denkt, fühlt, will, wünscht, usw. ohne ihn/sie zu fragen.

Wenn das oft geschieht, fühlt sich der Partner übergangen, schluckt das vielleicht hinunter, wird auf Dauer aber frustriert und bitter.

Dies wird durch Rückfragen bzw. Fragen vermieden.

Bespiele:      „Wie meinst du das?“

„Habe ich dich richtig verstanden, dass du………….. meinst?“

Aufpassen: Fragen nicht als Feststellung formulieren.

Wir unterlassen das Gedankenlesen

„Ich weiß eh schon was er/sie in solchen Situationen denkt“

Es sind aber eigentlich nur Vermutungen.

Wenn ich will, dass mich mein Partner wirklich versteht, muss ich ihm meine Gedanken mitteilen. Ich muss es aber auch unterlassen, seine Gestik und Mimik

zu interpretieren. Beides setzt aber auch bereitwilliges Zuhören vom Partner voraus,

Stirn reiben, zum Beispiel, kann Kopfweh bedeuten, aber auch nachdenken. Am besten ist Nachfragen!

 

Wir äußern unsere Wünsche und Bitten

Wir äußern unsere Wünsche und Bitten oft nicht aufgrund falscher Rücksichtnahme, Bescheidenheit, oder falsch verstandener Demut. Wir erwarten aber insgeheim trotzdem, dass der Partner unsere Wünsche erfüllt.

„Wenn er/sie mich wirklich liebt, dann muss er/sie doch genau wissen, wie gerne ich das möchte“

Wir äußern unsere Bitten direkt und vermeiden Du-Botschaften:

Anstelle von „Noch nie hast du mir einfach so Blumen mitgebracht.“ Versuche es mit einer direkten Bitte: „Ich hätte gerne öfters Blumen von Dir.“

Anspielungen werden in Bitten umformuliert:

Anstatt „Findest du nicht, dass es etwas kühl hier drinnen ist?“ äußern wir eine Konkrete Bitte: „Mir ist kalt, können wir bitte das Fenster schließen?“

 

 

 

Wir verwenden keine verpflichtende Sprache:

Wenn Phrasen wie

„Du solltest…….“   oder      „Du müsstest………“ verwendet werden, fühlt sich der Andere dies oder jenes zu tun.

Ehrlicher ist: „Ich möchte gerne, dass du ……..“

Unwahre Verpflichtungen auf Bitten umändern:

„Findest du nicht, du solltest meiner Mutter schreiben und dich für das Geschenk bedanken, das sie dir geschickt hat?“ Hinter diese Aussage steckt einen Wunsch: „Ich möchte, dass Du dir bei meine Mutter bedankst.“

 

Keine Manipulation versuchen indem man Schuldgefühle weckt:

„Kannst du vielleicht auch auf meine Gefühle Rücksicht nehmen?“

„Kannst du mir nicht endlich helfen.“

Hier gilt auch diese manipulative Du-Botschaften in Wünsche und live dealers casino Bitten zu formulieren. Es ist auch hilfreich, wenn man die eigentliche Gefühle, die dahinterstecken, zu identifizieren und äußern.

Zum Beispiel: „Ich fühle mich vernachlässigt und möchte Verständnis von dir.“

„ Diese Arbeit frustriert mich und ich hätte gerne deine Hilfe.“

 

Wir sind für unsere Gefühle selber verantwortlich:

Gefühle sind. Punkt.

Gefühle sind lebenswichtig, sie motivieren uns, sie sind die Energie für unser Handeln aber trotzdem bereiten sie uns immer wieder Schwierigkeiten.

Wie bekomme ich sie in den Griff?

Ich muss mein Gefühl bemerken, erkennen, benennen, eingestehen, was für ein Gefühl ist es, wie heißt dieses Gefühl.

Dann entscheide ich: Herrscht dieses Gefühl oder will ich dieses Gefühl beherrschen.

Grundsatz: Ich bin verantwortlich für meine Gefühle

Warum habe ich dieses Gefühl? Ursache ergründen.

Immer weiter fragen: Warum fühle ich so? Die Ursache bei mir suchen.

Will ich dieses Gefühl lassen?

Will ich dieses Gefühl ändern und kann ich es?

Wenn ich es ändern will, muss ich an der Ursache arbeiten.

Kann ich es nicht ändern, muss ich trotzdem überlegen, wie ich mich jetzt verhalten soll, unabhängig von meinem Gefühl. Nicht auf richtiges Gefühl warten.

Gefühle ausdrücken und mitteilen, damit der Partner sie versteht.

 

Besonders wichtig: Positive Gefühle äußern, Komplimente machen.

Anerkennung und Dank ausdrücken. Loben!

 

Quelle:

  • Wir lösen unsere Eheprobleme selbst. 15 Regeln für ein harmonisches Zusammenleben von Reinhold Ruthe (Autor);
    Taschenbuch: 96 Seiten; Verlag: Aussaat Verlag, Neukirchen-Vluyn; Auflage: ABC A 323. Sprache: Deutsch. ISBN-10: 3761523238; ISBN-13: 978-3761523230

 

 

 

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar